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WILDBIENEN, SCHMETTERLINGE & CO
Wo sind die Insekten geblieben?
Weltweit verschwindet die natürliche Biodiversität und Artenvielfalt.
Der Verlust biologisch schützenswerter Ökosysteme durch den Siedlungs- und Straßenbau sowie durch die Umwandlung von Naturwiesen in pestizid-behandelte Äcker und Wirtschaftsgrünland nimmt Jahr für Jahr zu.
Diese Entwicklung bedroht die letzten Lebensräume unserer heimischen Insekten.
Insekten sind mit 60-70% die artenreichste aller Tiergruppen und die Menschheit hängt in besonderem Maß von deren Ökosystemleistungen ab. Insekten nehmen an der Bodenbildung, Bodenfruchtbarkeit, Bestäubung und als Grundlage der Nahrungsketten vieler höherer Tierarten Schlüsselfunktionen ein.
Seit 1990 ist die Biomasse von Insekten ist in Deutschland um 82% zurückgegangen (Kreefeld-Studie).
In der gleichen Zeit verringerte sich die Artenanzahl der Landinsekten in Europa um 30-40%.
Besonders betroffen vom Insektensterben sind die ca. 700 Arten der Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge. Sie sind es aber, die unsere Wild- und Kulturpflanzen bestäuben und damit ein elementaren Bestandteil zu den Ökosystemleistungen unseres Planeten beitragen.
Das Insektensterben kann daher als Abbild eines bedenklichen, systemübergreifenden Niedergangs der Biodiversität gewertet werden.
Es ist kurz vor zwölf – wir müssen uns aktiv für eine insektenfreundliche Flächenbewirtschaftung einsetzen. Der Erhalt und die Förderung der heimischen Biodiversität sind unser aller zentrale Zukunftsaufgaben.
Zentrale Faktoren für den Rückgang der Insektenpopulationen sind:
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die ungebremste Flächenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau
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die Veränderungen der Landschaftsstruktur durch Zunahme intensiv genutzten agrarwirtschaftlichen Monokulturen
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der Einsatz von Mineraldünger, Gülle und Pestiziden
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die Verdichtung des Bodens durch die Flächenbearbeitung mit schweren Landmaschinen
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die viel zu häufige Mahd von Futterflächen und Grünland (bis zu 6x jährlich)
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der rasante Rückgang von artenreichen Ökosystemen wie Blumenwiesen, Säumen, Hecken, Streuobstwiesen und anderen Feldgehölzen und die damit verbundenen Verluste von Lebensräumen und Futterquellen.
Die wichtigsten Maßnahmen zum Erhalt der Bestäuber-Insekten sind:
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die Anlage von Blühflächen und Blühstreifen sowie Schon- und Schutzstreifen
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der Ausbau der extensive Grünlandbewirtschaftung
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die Einschränkung auf EINE Mahd pro Jahr nach der Blüte und Aussamung der Wiesenblumen
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die Pflege und Unterhaltung von Hecken, Knicks, Baumreihen, Feldgehölzen und Streuobstwiesen
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sowie die Umstellung und Beibehaltung des ökologischen Landbaus.





